Die Alte Kapelle in Cossebaude – Ein historisches Juwel in Dresden

Die Alte Kapelle in Cossebaude – Ein historisches Baudenkmal in Dresden

Die Alte Kapelle in Cossebaude ist ein bedeutendes Baudenkmal im Dresdner Stadtteil Cossebaude. Sie entstand vermutlich im 13. Jahrhundert und zählt zu den ältesten Kirchen im oberen Elbtal. Das Gebäude ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dresden eingetragen.

Geschichte der Alten Kapelle

Die Kapelle wurde 1441 der heiligen Dorothea geweiht und war Teil des Vorwerkes Cossebaude, das erstmals 1263 erwähnt wurde. Unter der Leitung des Meißner Dompropstes Johannes von Konigspergh wurde das Vorwerk im Jahr 1492 aufgelöst und die Gemeinde Cossebaude zu einem eigenen Kirchspiel erklärt. Die Kapelle diente gleichzeitig als Wohnsitz eines Priesters, der für die Eintreibung der kirchlichen Abgaben im Zusammenhang mit dem Weinbau zuständig war.

Nach der Reformation wurde die Alte Kapelle im Jahr 1578 in ein evangelisches Gotteshaus umgewandelt und gehörte fortan als Filialkirche zur Kirche von Briesnitz. Die wöchentlichen Sonntagsgottesdienste wurden vom Lehrer abgehalten, während vierteljährlich der Briesnitzer Pfarrer predigte.

Im Laufe der Zeit wurden einige bauliche Veränderungen vorgenommen. Um 1700 erfolgte eine Aufstockung des spätgotischen Baus, wodurch das Gebäude ein Walmdach erhielt.

Umnutzung und heutiger Zustand

Im Jahr 1901 wurde Cossebaude zu einer selbständigen Kirchgemeinde erklärt. Da die Alte Kapelle den Anforderungen nicht mehr genügte, entschied man sich im Jahr 1902 den Maschinensaal der ehemaligen Weinpresse des Dorfes an der Talstraße 9 zum Betsaal umzubauen. Nach Fertigstellung des neuen Betsaals wurde die Alte Kapelle nicht mehr kirchlich genutzt und im Jahr 1921 zu einem Wohnhaus umgebaut. Vorher diente sie für einige Jahre als örtliches Heimatmuseum.

Heutige Bedeutung und Schutzstatus

Die Alte Kapelle in Cossebaude ist ein bedeutendes historisches Baudenkmal und steht unter Denkmalschutz. Sie ist in die Denkmalliste der Stadt Dresden eingetragen und trägt somit zur kulturellen Vielfalt der Stadt bei.

Quellen:
– Beschreibende Darstellungen der älteren Bau- und Kunstdenkmäler in Sachsen, Band 24, Verlag C. C. Meinhold, Dresden 1904, Seite 21–23
– Jürgen Helfricht: Dresden und Umgebung – Geschichte, Kunst und Kultur. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 978-3374022618
– Kulturdenkmal: Talstraße 7a auf dem Themenstadtplan Dresden, abgerufen am 20. Mai 2013.
– Rammings Kirchlich-statistisches Handbuch für das Königreich Sachsen, Rammingsche Buchdruckerei, Dresden 1868, Seite 45
– Geschichte des Heimatvereins Cossebaude, Heimat- und Verschönerungsverein Cossebaude e.V., abgerufen am 20. Mai 2013.

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