Die Hubertuskirche – Ein Glanzstück der heimatgebundenen Architektur in Dresden-Weißer Hirsch

Die Hubertuskirche – Ein römisch-katholisches Kirchengebäude in Dresden-Weißer Hirsch

Die Hubertuskirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude im Dresdener Stadtteil Weißer Hirsch. Sie wurde zwischen 1936 und 1937 nach Plänen des Dresdner Architekten Robert Witte als Kapelle errichtet. Die Kirche zählt zu den wenigen Sakralbauten, die während der Zeit von 1933 bis 1945 in Dresden erbaut wurden und ist ein Beispiel für die „heimatgebundene Architektur“.

Geschichte:
Im Jahr 1928 wurde ein Bauplatz am Rand der waldreichen Dresdner Heide erworben und die Pläne für die Kapelle waren 1931 fertiggestellt. Aufgrund finanzieller Probleme verzögerte sich jedoch das Bauvorhaben und erst im Jahr 1936 konnte mit dem Bau begonnen werden. Die Grundsteinlegung erfolgte am 20. September 1936 zusammen mit der Altarweihe. Rund vier Monate später, im Januar 1937, wurde die Kapelle bei Fertigstellung benediziert.

Architektur:
Die Lage am Weißen Hirsch bei den Wäldern der Dresdner Heide war ausschlaggebend für die Wahl des hl. Hubertus als Namenspatron der Kirche. Das äußere Erscheinungsbild wird durch einen abgestuften Turm, kleine Rundbogenfenster und ein Satteldach geprägt. Im Inneren dominieren der nach Süden gerichtete Chor, der Taufstein und die farbig bemalte Holzdecke. Dort ist der hl. Hubertus von geometrischen Ornamenten umgeben.

Ausstattung:
Die ursprüngliche Ausstattung der Kirche stammt aus dem St. Benno-Gymnasium und wurde im Jahr 1936 hierher verbracht. Zu Weihnachten 1956 wurden drei Glocken der Gießerei Schilling & Lattmann eingeweiht und im selben Jahr erwarb die Gemeinde eine Orgel von der Firma Jehmlich. Im Rahmen einer Innenraumerneuerung in den Jahren 1975-1979 wurden der Hochaltar, die Seitenaltäre und die Orgel verändert. Das Altarkreuz stammt von Peter Makolies.

Neugestaltung:
Im Jahr 2007 wurde der Innenraum der Kirche erneut neugestaltet. Der Entwurf stammt von Wolfgang Löser und die Farbgebung ist in Weiß und Gold gehalten. Die neue Altargestaltung bezieht zwei Reliquien der heiligen Donata und des heiligen Innozenz mit ein, die noch aus der Kapelle des alten St. Benno-Gymnasiums stammen. Die Bebilderung wurde von dem russischen Maler Alexander Stoljarov in der Art russischer Ikonen gemalt und im Januar 2012 geweiht.

Die Hubertuskirche ist Teil der Pfarrei St. Martin Dresden im Dekanat Dresden des Bistums Dresden-Meißen.

Quellen:
– Matthias Donath: Dresdner Verlagshaus Technik GmbH, Dresden 2007.
– Website der Pfarrei St. Martin Dresden
– Beitrag auf Orgel-Verzeichnis
– Zeitleiste auf der Website der Kirchengemeinde, abgerufen am 7. April 2018.
– Angabe zu Maler und zur Weihe, abgerufen am 7. April 2018.
– Zur Neugestaltung und Ikonographie, abgerufen am 7. April 2018.

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 9. April 2022 um 09:22 Uhr bearbeitet.

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